Verklebt

Gefunden am Wiesbadener Bahnhof. Man beachte den zweiten Herren von links…

bescheuert & tanzend

Spontane Tanzeinlagen sind ja schon eine Weile durch Flashmobs bekannt. Irgendwelche Kreative haben sich dann wohl gedacht „was sich dort als lustig erweist kann ja nur gut für Selfpromotion sein“ – also wird nun auch auf Messen und in Shops getanzt. Ist das gut? Nein.

Diese armen Versuche cool sein zu wollen bewirken leider nur Kopfschütteln (wem schwindelig wird, sollte einfach den Clip stoppen – das Kopfschütteln hört dann ganz von alleine wieder auf).

Microsoft Store

Chevy Volt via werbeblogger

Das Schlimmste daran ist, dass die Aktionen wirklich ernst gemeint sind. Eine Prise echter Spaß anstelle von aufgesetztem Gehoppel würde schon helfen.

Less and More – The Design Ethos of Dieter Rams

Vor einer Woche ist im Gestalten Verlag ein 800 Seiten starkes Buch über Dieter Rams und seine Arbeiten erschienen.
Kleiner Hinweis an alle Wiesbadener und Würzburger Designstudenten: verantwortlich für das Buch zeigt sich unser werter Designgeschichte Professor Klaus Klemp. Gemeinsam mit dem japanischen Designkurator Keiko Ueki-Polet ist eine umfangreiche Sammlung entstanden, die wenigstens einen Blick wert sein sollte. Ganz billig ist das Buch natürlich mal wieder nicht aber für knapp 50 Euro bekommt man auch einen entsprechend dicken Wälzer über eine der größten Designikonen. Quote der Produktinfo im Shop:


In over 40 years at Braun, Dieter Rams established himself as one of the most influential designers of the 20th century. His elegantly clear visual language not only defined product design for decades, but also our fundamental understanding of what design is and what it can and should do. Elucidating the design philosophy of Dieter Rams, Less and More is the ultimate collection of images of all of Rams’s products as well as selected sketches and models. In addition to the complete visual presentation of his designs, new texts by international experts reevaluate his work in a contemporary context.

„Less and More“: Buch, Podcast | via yatzer

Moodagent – diese App verpasst deinem Leben den passenden Soundtrack

Während die Genius-Funktion in iTunes nur nach ähnlichen Songs sucht, ist Moodagent um einiges cleverer! Anhand von Schiebereglern kann man die aktuelle Gemütsstimmung festlegen und ein paar Sekunden später hat man den perfekten Soundtrack. Zur Auswahl stehen Joy, Sensuality, Aggression und Tenderness.
Die App ist derzeit kostenlos – testen tut also nicht weh. Ich hab das kleine Programm bereits geladen. Sobald ich das Ding ausgiebig testen konnte, gibt es noch eine kleine Review.

via macnews.de

Rock is Religion. Speak the language of Gods.

Mal wieder eine bildgewaltige Kampagne aus Brasilien. Übertreibung ist in dem Fall noch untertrieben aber wenn man so die Südamerikaner zum Englisch lernen bringt – großartig! For those about to rock, we salute you!

Werbeagentur: Yeah! Brazil
Creative Director: Sandro Serzedello
Art Director / Illustrator: Bruno Regalo
Text: Paulo Max

via Ads of the World

Biernachten

Das einzige, was man den werten chinesischen Designer vorwerfen muss, ist der dämliche Gedanke volle Flaschen hinzustellen. Hätten es nicht auch leere getan? Recyclingmäßig wäre Leergut ein schöneres Zeichen gewesen als jungfräuliche Heinekens. Prost!

via Boing Boing

Illustrierte Gitarrenhelden

coming up…

Shrek Forever After
Der grüne Oger geht in die vierte und letzte Runde. Zu viele Fortsetzungen verderben ja bekanntlich den Brei – würdiger Abschluss oder ausgereiztes Konzept? Mal schauen was der letzte Teil für Märchen und Legenden auf’s Korn nimmt. Ab Mai 2010 weiß man’s.

Daybreakers
Mal wieder ein neuer Vampirfilm mit einem mordernen Ansatz. So neu ist das Konzept allerdings auch nicht – die Story, die einem im Trailer verkauft wird, erinnert zumindest stark an eine Kombi aus Matrix und Blade. Vielleicht ist es auch genau das, was das Ganze für mich interessant macht. Ab Januar im Kino!

Star Wars Weather

Manchmal können Wettervorhersagen ganz schön kompliziert klingen. Wer eine bildlichere Umschreibung benötigt ist hier genau richtig: einfach Stadt eingeben und dank Yahoo zaubert die Seite von Tom Scott den adäquaten Star-Wars-Wettervergleich auf den Bildschirm.

Da es ja gerade arschkalt ist, heißt die Prognose ganz klar: „It’s like Hoth out there. Cold, ice, freezing desolation. You might have to climb inside a Tauntaun for warmth.“ Totally Awesome! Bitte auch noch ein iPhone-App nachliefern!

Nettes Mega-Nerd-Detail: wenn man einen Ort eingibt, den die Datenbank nicht kennt, wird ein leerer Sternenhimmel mit dem Titel Alderaan angezeigt.

hol dir dein aktuelles Star Wars Weather | via Gizmodo

Der neue fette Bundesadler

Aus 8 Teilnehmern ist Büro Uebele als Gewinner hervorgegangen. Dass der alte Adler eine kleine Auffrischung nötig hatte, bestreitet sicher keiner aber das Ergebnis ist doch mehr als unschön. Dick ist er geworden und die Brust sieht eher nach Gänsehaut als nach Federflaum aus. Auch wenn die Reduktion gerade der problemloseren Skalierbarkeit zugute kam, wirkt das Gesamtbild durch die massiven Flügelfedern nun klobiger als vorher (obwohl die Körperform grob die gleiche geblieben ist).

Büro Uebele über die Bildmarke:

die schwarze lininenzeichnung über der flächigen silbernen form zeigt die zweidimensionale form des studio laies, die nach dem dreidimensionalen relief von gies gefertigt wurde. die sehr fein ausdifferenzierte strichführung in den brustfedern und die zwei lagen des gefieders der schwingen des bestehenden adlers lassen sich beim druck nur schlecht wiedergeben. in der verkleinerung werden die binnenräume so eng, dass die klarheit der form darunter leidet. der neue adler ist einfacher gestaltet: das gefieder ist auf eine lage reduziert und die binnenlinien sind dicker gezeichnet, um den drucktechnischen und hinterleuchtenden anwendungen gerecht zu werden. die schnabelendung ist durch einen kleinen radius freundlich gezeichnet. alle teile der figur weisen ähnliche radien und formenmerkmale auf. die details beschreiben knapp aber präzise einen adler, ohne sich in einer naturalistischen erzählform zu verlieren.

er zeigt eine balance zwischen staatlicher souveränität und bürgerlicher einfachheit. er ist ein selbverständliches zeichen unserer poltischen kultur. es ist eine selbstverständliche weiterentwicklung und ein zeitgemäßes zeichen für den deutschen bundestag. für blindprägungen und kleine anwendungen – beispielsweise für visitenkarten – stellt eine veränderte zeichnung die gute wiedergabe im druck sicher. bei ihr ist die binnenzeichnung dicker und das auge vergrößert und in der lage verändert, die schnabellinie entfällt, da sie in dieser größe die gesamtform stören würde. das sympathische wappentier, das symbol des bundestags, das generationen von bundesbürgern bereits kennen, muss kommunizieren, dass der staat spricht: hoheitlich, aber nicht hoch oder von oben herab. es spricht der vertreter des volkes – und das mit der entsprechenden souveränität und seriosität. das wappentier kommuniziert, dass der deutsche bundestag nicht irgendein unternehmen ist, sondern im besten sinne staat. der bundestag ist nicht den marktwirtschaftlichen und markentypischen gesetzen verpflichtet, sondern allen bürgern, die ihn wählen. dieses verfassungsorgan darf sich mit einem staatlichen zeichen schmücken. der bundestagsadler und der bundesadler sind eindeutig deutsche und deutlich staatliche zeichen. sie haben vielfache ausformungen auf münzen und flaggen und verweisen aufeinander.

Büro Uebele | via Slanted

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